Kinder- und Jugendhilfe

Der Ursprung von Kinder- und Jugendhilfe trifft Focusing

Im Sommer 2001 erhielt ich zum Abschluss meines Studiums mein Diplom als Sozialarbeiterin an der Fachhochschule für Sozialwesen Ludwigshafen. Meine Tochter war zu diesem Zeitpunkt vier Jahre alt. Mein Anerkennungsjahr begann ich nach meiner Diplomarbeit im Januar 2002 beim Jugendamt Donnersbergkreis in den Bereichen Allgemeiner Sozialer Dienst, Betreuung der Sozialpädagogischen Familienhilfe sowie Sozialpädagogischer Pflegestellen. Seitdem bin ich als Angestellte im öffentlichen Dienst im Jugendamt beschäftigt, seit 2004 im Stadtjugendamt Kaiserslautern. Von Beginn an ist mir die Begleitung und Betreuung von Kindern mit deren Familien, Herkunftsfamilien und Pflegefamilien, eine Herzensangelegenheit.

Über neun Jahre war ich dem Pflegekinderdienst zugehörig, seit 2013 arbeite ich der Abteilung Amtsvormundschaften, Amtspflegschaften, Beistandschaften, Beurkundungen als gesetzliche Vertreterin von Minderjährigen.

Zahlreiche Fortbildungsangebote habe ich im Laufe meines Berufslebens als Sozialarbeiterin erfolgreich absolviert.

Auszugsweise möchte ich an dieser Stelle folgende anführen:

Arbeitsplatz Familienwohnzimmer- Methodentraining I 2003

Auswirkungen frühkindlicher Stresserfahrung bei Kindern, Konsequenzen für die Vermittlung von Kindern in Pflegefamilien 2006

Kindesrecht versus Elternrecht 2008

Lösungsorientierte Gesprächsführung 1, Grundseminar Klientbezogene Gesprächsführung 2009

Abschluss der Qualifizierungreihe Struktur und Perspektiven des Pflegekinderwesens in Rheinland Pfalz beim Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum (SPFZ) 2010

Abschluss der Qualifizierungsreihe für Amtsvormünder/innen in Rheinland Pfalz beim SPFZ 2014

Im Laufe meiner Tätigkeit im Jugendamt war und bin ich häufig mit desolaten, destruktiven Situationen und Strukturen in Familien konfrontiert.

Die im Studium erlernten Methoden waren aber immer nur bis zu einem gewissen Grad wirksam.

Ich wollte zudem eine Haltung entwickeln, die es mir ermöglicht, Menschen wertschätzend zu begegnen, egal, was sie getan haben oder eben auch versäumten, zu tun. In dieser Zeit habe ich das Credo entwickelt, dass jeder Mensch zunächst einen guten Grund hat, Dinge zu tun, die er tut oder eben nicht tut. In diesem Zusammenhang ging ich auf die Suche nach Antworten wie Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltig gelingt. Ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge des Lebens, im Kleinen wie im Großen, zu entwickeln- dafür interessiere ich mich bis heute. Und nicht zuletzt war ich auch auf der Suche nach Selbstfürsorge, da die Arbeit im Jugendamt zuweilen kräftezehrend sein kann.

Ich entschied mich schließlich, auszuprobieren, ob Focusing geeignet ist, meine Fragen zu beantworten und hatte meine ersten persönlichen Begegnungen mit Focusing im April 2013. Ohne es zunächst genauer in Worte fassen zu können, spürte ich, dass ich mit Focusing einige Antworten auf meine Fragen erhalten könnte und beendete schließlich im März 2015 die Grundausbildung in Focusing. Focusing begleitet mich seitdem fortlaufend. Nach auch in diesem Bereich zahlreich besuchten Seminaren erhielt ich im Juni 2020 mein Focusing-Beraterinnen-Zertifikat und eröffnete meine Praxis für Focusingberatung. Derzeit bin ich in Ausbildung zur Focusing-Therapeutin. Mein Weg mit Focusing wird weitergehen…

Mehr darüber : Mein Anliegen

Vernachlässigung, Gewalt

Die Idee, dass die Zeit reif für Focusing in der Kinder- und Jugendhilfe ist, nahm Gestalt an in einem Workshop Focusing in der Jugendhilfe am 22.02.2020 an der ersten Focusing Impulskonferenz The best practice des DFI Würzburg, den ich mit meiner Focusing-Kollegin und Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Charlotte Rutz aus Marburg durchführte.

Focusingseminare in der Kinder- und Jugendhilfe

In den Seminaren nähere ich mich mit meinen Teilnehmern/Innen den Themen in der Kinder- und Jugendhilfe auf Focusing-Art, d.h. theoretischer Input wird durch angeleitete Focusing-Übungen erfahrbarer und lebendiger. Je nach Gruppenzusammensetzung und Schwerpunkt können die Anteile „Theorie“ und „Praxis“ angepasst werden.

Ich biete In- House- Seminare für freie Träger der Jugendhilfe, Beratungsstellen und Jugendämter an:

Inhalte

können themenzentrierte Fortbildungsangebote sein wie

Qualifizierung von Pflegeeltern, Weiterbildungsmodule, Jahresgruppe für Pflegeeltern, Sozialpädagogische Pflegestellen/ Erziehungsstellen u.v.m.

oder auch Dauerbrenner und aktuelle Themen wie

Besuchskontakte

Guter Umgang mit rechtlicher Unsicherheit

Ein Kind mit zwei Familien

Voraussetzungen für einen gelingenden Umgang aus Sicht des Pflegekindes

Voraussetzungen für eine gelingende Rückführung

Wie komme ich selbst und meine Familie gut durch Zeiten von Corona?

Inhalte und Umfang können individuell nach den jeweiligen Bedarfen angepasst werden.

Auch sind Einzelberatungen in meiner Praxis oder Online über Zoom denkbar.

Inhouse-Seminare oder Online über Zoom möglich.

Fordern Sie Ihr individuelles Angebot an!

Termine für Seminare und Dauer nach individueller Absprache, Beitrag: auf Anfrage

Termine für Einzelberatung, Einzelsitzung Dauer: ca. 60 Minuten und nach individueller Absprache, Beitrag: auf Anfrage


Weitere Seminare Focusing in der Kinder- und Jugendhilfe bietet die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Charlotte Rutz an.


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